Mär
10
2009
Gestern war wieder Kinotag im Lichtwerk und wie es sich gehoert war ich auch da. Diesmal stand Clint Eastwoods Film Gran Torino auf dem Plan. Ich hatte im Vorfeld lediglich den Trailer und ein paar kurze Kommentare gesehen und wusste somit nicht so recht, was mich erwartet.

Regie
Clint Eastwood
Hauptdarsteller
Clint Eastwood als Walt Kowalski
Bee Vang als Thao Vang Lor
Der Film beginnt mit der Beerdigung von Walt Kowalskis Frau. Kowalski ist ein alter grimmiger Rassist und Kriegsveteran, der niemanden mag und auch von niemandem gemocht werden will. Soweit der erste Eindruck. Er wohnt als einziger Amerikaner noch in einem Viertel, das heutzutage fast nurnoch von Auslaendern besiedelt wird. Eines Tages zieht die Hmong Familie Vang Lor neben ihm ein und stoesst wie erwartet auf Ablehnung seitens Kowalski. Als dann noch des Nachbarsjungen Cousin diesen in seine Gang aufnehmen will eskaliert die Situation. Familie Vang Lor wehrt sich gegen die Gang und es kommt zum Streit. Als es zu Gerangel auf Walts Rasen kommt zoegert dieser nicht lange und verweist die “Bambusratten” mit Hilfe seines Gewehres von seinem Grundstueck (“Get off my lawn!”). Von nun an ist Kowalski, wenn auch ungewollt, der Held seiner Nachbarn und beginnt nach und nach, trotz seiner vielen Vorurteile, eine gewissen Bindung zu ihnen aufzubauen. Doch die Gang laesst seine Nachbarn nicht in Ruhe..
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Mär
3
2009
Endlich hatte ich Zeit, Darron Aronofskys hochgelobten Film The Wrestler im Kino zu begutachten. Da der Film hier in der Umgebung – wie damals auch There will be Blood und No Country for old Men – mal wieder nur im (grossartigen!) Lichtwerkkino in Bielefeld (zu denen gehoert auch das Lunakino, das im Sommer Open Air Vorstellungen bietet!) lief, kann man zwar nicht automatisch von einem Meisterwerk ausgehen, aber generell schonmal ein gewissen Anspruch erwarten. ;)

Regie
Darren Aronofsky
Hauptdarsteller
Mickey Rourke als Randy ‘The Ram’ Robinson
Marisa Tomei als Cassidy
Evan Rachel Wood als Stephanie
Randy ‘The Ram’ Robin ist eine Wrestling Ikone. Jeder kennt ihn und jeder weiss von seinem Legendaeren Kampf gegen Ayatollah am 6. April 1989 im Madison Square Garden. Doch heute, knappe 20 Jahre spaeter, lebt er alleine in einem Trailerpark, ist verschuldet und verdient sein Geld hauptsaechlich mit Lagerarbeiten. Was das Wrestling angeht, ist er immernoch dabei. Aber heute kennt ihn kaum noch jemand und er macht es eigentlich nurnoch, weil er nichts anderes gelernt hat. Doch eines Tages bricht er nach einem sehr harten Kampf in der Umkleidekabine zusammen und der Arzt, der die Beipass-OP durchfuehrte machte ihm klar, dass er wahrscheinlich bald sterben wuerde, wenn er so weiter macht wie bis her. Randy fasst sich also ein Herz und versucht ein neues Leben zu beginnen. Er faengt an, im Supermarkt an der Delikatessentheke zu jobben, trifft sich privat mit der Taenzerin Cassidy und stellt wieder Kontakt zu seiner Tochter her, die er jahrelang nicht gesehen hat. Anfangs läuft das Ganze auch relativ gut, bis die Fassade dann nach und nach anfaengt zu broeckeln… Continue reading
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Jan
29
2009
Gestern war wieder Kinotag im Cineplex Paderborn und ich entschloss mich, mir den einzigen Film anzuschauen, der mich noch interessierte und den ich noch nicht gesehen habe: Sieben Leben. Ich habe mich im Vorfeld nur maessig darueber informiert und habe den Saal dementsprechend unvorbelastet betreten.

Regie
Gabriele Muccino
Hauptdarsteller
Will Smith als Tom (Ben) Thomas
Rosario Dawson als Emily Posa
Woody Harrelson als Ezra Turner
Barry Pepper als Dan
Der Raumfahrt-Ingenieur Tom Thomas macht seiner Verlobten in einem Restaurant beim Dinner den Hochzeitsantrag. Doch am selben Abend werden die beiden in einen Autounfall verwickelt und sowohl die Verlobte, als auch sechs Insassen des anderen Autos kommen dabei um ihr Leben. Von nun an beschliesst Tom, sein Leben zu aendern und fremden Leuten mit allen ihm zur Verfuegung stehenden Mitteln zu helfen. Jedoch muss er erst sicher sein, ob es sich bei seinen Auserwaehlten auch wirklich um gute Menschen handelt und sie Hilfe verdient haben. Continue reading
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Jan
3
2009
Gestern kam ich dank dem Vierten endlich dazu, Bad Lieutenant zu schauen. Es ueberraschte mich, wie gut der Film ist und wie schlecht man sich danach fuehlt. Aber seht am Besten selbst..

Regie
Abel Ferrara
Hauptdarsteller
Harvey Keitel als Bad Lieutenant
Bad Lieutenant gibt die Geschichte eines abgehalfterten – und von Harvey Keitel perfekt verkoerperten – Cops wieder, der in der schaebigsten Gegend von New York teils seinem Dienst nach geht, teils Geld mit Wettgeschaeften macht und teils im Drogensumpf steckt.
Bad Lieutenant ist ein ziemlich harter Film, denn man bekommt nicht nur den Gebrauch von Drogen und der ueblichen Gewalt zu sehen, wie es fuer den “normalen” Film heute ueblich ist. Nein, es wird eine Nonne vergewaltigt und der Lieutenant onaniert waehrend einer Fahrzeugkontrolle auf eine Live-Vorlage frei nach dem Motto “Ihr tut mir etwas Gutes, dann tu ich euch etwas Gutes”. Um nur zwei Beispiele zu nennen. Also definitiv nichts fuer pruede Gemueter.
Der Plot belaeuft sich aber hauptsaechlich darauf, dass der Lieutenant durch die Gewinne aus Sportwetten seine Drogensucht finanzieren will und vorlaeufig auch kann. Im Laufe des Films geraet er jedoch immer weiter in die Schuldenfalle, bis er sich am Ende schliesslich besinnt, den Fall der vergewaltigten Nonne zu loesen um mit dem imens hohe Belohnungsgeld der katholischen Kirche seine Wettschulden zu begleichen.
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Dez
17
2008
Gestern schaute ich seit langem mal wieder De Palmas Gangster-Epos Scarface. Diesmal jedoch im Oton, damit ich noch mehr von Tony fuckin’ Montana habe. Auf der Huelle wird bereitsgewarnt: Contains strong language, bloody violence and hard drug use.
Und was soll ich sagen, es stimmt.

Regie
Brian de Palma
Hauptdarsteller
Al Pacino als Antonio “Tony” / “Scarface” Montana
Steven Bauer als Manolo “Manny Ray” Ribera
Michelle Pfeiffer als Elvira Hancock
Mary Elizabeth Mastrantonio als Gina Montana
Robert Loggia als Frank López
F. Murray Abraham als Omar Suárez
Harris Yulin als Mel Bernstein
Scarface ist im Grunde die Mutter der Rise-and-Fall Geschichten. Es geht um den Kubaner Tony, der in Amerika den Traum vom grossen Geld leben will. Anfangs muss er sich noch mit Jobs, die keiner machen will, hochkaempfen und verdient sich nur schwer Respekt. Bei einem Drogengeschaeft wird sogar einer seiner Freunde getoetet (Die legendaere Kettensaegen-Szene) und er selbst steht auch kurz vor dem Tode. Doch nach und nach erkaempft er sich mehr und mehr Ruhm auf den Strassen Miamis und wird immer mehr Konkurent als Untergebener…
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Dez
7
2008
Ich schaute mir das Haus am See auf anraten von Freunden an, die ihn letzten Sonntag im TV guckten. Und ich kann nur sagen, dass es sich gelohnt hat. Anfangs war ich noch etwas Skeptisch, da ich bei dem Titel und dem Genre etwa eine Mischung aus The Others und Dracula erwartete. Aber es stellte sich dann – zum Glueck – heraus, dass Ich enttaeuscht wurde. Denn was einen hier erwartet ist zwar nichts unbedingt neues, aber dennoch erfrischend: Ein Film in dem es Zeitreisen gibt, der aber ohne Sci-Fi-Elemente, Action und sonstiges auskommt. Spaetestens seit Donnie Darko sollte dem gemeinen Cineasten bewusst sein, das sowas durchaus moeglich ist.

Regie
Alejandro Agresti
Hauptdarsteller
Keanu Reeves als Alex Wyler
Sandra Bullock als Kate Forster
Der Architekt Alex Wyler zieht in das eins von seinem Vater gebaute Haus am See und findet ein Anschreiben im Briefkasten, dass eventuelle Post an eine Kate Forster bitte weitergeleitet werden soll. Anfangs wundert sich Alex, denn er dachte, dass das Haus bis dato nur leer stand. Doch als er die Adresse aufsucht, an die die Post geleitet werden soll, ist dort nur eine Baustelle. Letztendlich findet er heraus, dass Kate Foster 2 Jahre in der Zukunft lebt, bzw. er in der Vergangenheit. Continue reading
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Jul
28
2008

Regie
Joel & Ethan Coen
Hauptdarsteller
Billy Bob Thornton als Ed Crane
Frances McDormand als Doris Crane
Michael Badalucco als Frank
James Gandolfini als Dave “Big Dave” Brewster
Jon Polito als Creighton Tolliver
Scarlett Johansson als Rachel “Birdy” Abundas
Tony Shalhoub als Freddy RiedenschneiderIn The Man Who Wasn’t There rnimmt Billy Bob Thornton die Rolle des staendig rauchenden aber selten redenden Ed Cranes. Ed ist der 2. Friseur im Herrensalon seines Schwagers Frank und “hat es zu etwas gebracht”: Er ist verheiratet mit seiner Frau Doris und sie Leben in ihrem eigenen Haus. Doch Ed langweilt sich in seinem Leben und als ein gewisser Creighton Tolliver mit der Idee der Trockenreinigung in den Salon kommt und einen Investor sucht sieht Ed seine Chance. Er treibt das Geld auf und beteiligt sich an dem Geschaeft. Doch infolge dessen geraet er immer tiefer in eine Zwickmuehle, die fuer die Beteiligten kaum einen Ausweg hat… Continue reading
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Jul
26
2008
Casablanca. Was soll man ueber diesen Film noch sagen? Fuer mich ist Casablanca einer der besten Filme aller Zeiten, wenn nicht sogar DER beste Film aller Zeiten. Nach dem ich diesen schwarz/weiss-Klassiker nun an die 40 oder 50 mal geschaut habe, denke ich, dass es allerhoechste Zeit ist eine ihm wuerdige Review zu schreiben.

Regie
Michael Curtiz
Hauptdarsteller
Humphrey Bogart als Richard (Rick) Blaine
Ingrid Bergman als Ilsa Lund
Paul Henreid als Victor László
Dooley Wilson als Sam
Peter Lorre als Ugarte
Doch wo soll man anfangen? Bei Dooley Wilsons Schauspiel als Klavierspieler, der es schafft, “As Time Goes By” fuer immer und ewig an Casablanca und Rick’s Café American zu binden? Oder bei den vielen Zitaten, die diesen Film praegen, als da waeren “Ich seh dir in die Augen, kleines”, “Das ist der Beginn einer wunderbaren Freundschaft”, “Verhaften Sie die ueblichen Verdaechtigen” oder “Spiel es Sam! Spiel ‘As Time Goes By’”, um nur ein paar aufzuzaehlen. Continue reading
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Jul
20
2008

Regie:
Francis Ford Coppola
Hauptdarsteller:
Marlon Brando als Colonel Walter E. Kurtz
Martin Sheen als Captain Willard
Robert Duvall als Lieutenant Colonel Bill Kilgore
Meiner Meinung nach ist Apocalypse Now Redux einer der besten (Anti-)kriegfilme aller Zeiten.
Anfangs durch Robert Duvalls Auftritt als Colonel Kilgore zwar noch eher komoediantisch angehaucht (“Charlie surft nicht!”, “Ich liebe den Geruch von Napalm am Morgen”, usw.) entwickelt sich Coppolas Werk zu einem 1a Drama, das gegen Ende hin durch Brandos perfekte schauspielerische Leistung als Colonel Kurtz zu einem absolut verstoerenden Schluss findet. Weiterhin zu erwaehnen sind auch das sprichwoertlich bombastische Intro mit dem Doors Soundtrack und natuerlich die Helikopterszene mit durch welche Wagners Ritt der Walkyren zur Luftschlaghymne wurde und in die Filmgeschichte einging.
Einziges Manko ist wohl die Laenge des Films, die sich auf ueber 3 Stunden zieht. Ich habe die non-Redux Version nicht gesehen und kann daher nicht beurteilen, wie sehr sich die nachbearbeitung auf den Gesamtfilm auswirkt. Da ich da aber ueber die Ueberlaenge hinweg sehen kann, gebe ich dem Film volle 10/10 Punkte
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